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Suzuki GS 1000

  Suzuki GS 1000


  BILD OBEN: Suzuki GS 1000 - Eingeführt in Deutschland 1978

 

 BILD UNTEN: Meine GS 1000 - nach langwieriger Komplettrestauration

 

 

 

 BILD OBEN:   "...gekauft wie gesehen..." - frag` mich nicht warum...!





 

BILD UNTEN: Meine GS 1000, nach dem Entfernen der Verkleidung...
...die Saison war für mich gelaufen und ich war gezwungen, den Rest der Saison in der Garage zu verbringen !

     

   

 

Nachdem ich mich vom ganzen Ausmaß der Katastrophe wieder erholt hatte, stellte sich die Frage, ob ich das Wrack in die Tonne treten sollte oder ob ich all meinen Mut zusammen nehmen und mich der Aufgabe stellen sollte. Letzteres war der Fall - und los ging´s... mal wieder sehr zum leidwesen meiner Frau.

Die nächsten 4 Monate verbrachte ich mal wieder in der Garage, was mich neben der verlorenen Zeit auch viel Nerven und noch mehr Kohle kostete.

 

      

      

Nach 4 Monaten Einzelhaft unter erschwerten Bedingungen in der Garage, war ich wieder in der Lage, am öffentlichen Leben teilzunehmen.

HAT SICH DOCH GELOHNT, ODER NICHT... ? Denn:

WER AUFGIBT HAT VERLOREN !!!

 

 

 

 


 Projekt Trümmerhaufen

Ich denke mal die Situation kennt fast jeder, der schon etwas länger mit dem Bike unterwegs ist. Da verkauft man aus irgendeinem blöden Grund seine Maschine und schon nach einiger Zeit stellt man fest, irgendetwas fehlt einem.

Bei mir war es jedenfalls schon nach kurzer Motorradloser Zeit soweit, das man fast von Entzugserscheinungen sprechen konnte. Da kam mir ein auf den ersten Blick doch recht verlockendes Angebot ganz recht.

Eine Suzuki GS 1000, mit Vollverkleidung hieß es da, wäre sehr günstig zu haben. Sieht man ja auch nicht alle Tage dieses Big Bike der 80 er Jahre mit einer Vollverkleidung. Vom Gedanken beseelt, etwas ganz aussergewöhnliches mein Eigen zu nennen, entschloss ich mich das Motorrad zu kaufen. Wie "Gesehen und Probegefahren", wie es immer so schön heißt. Ich berappte also ein paar Scheine und war stolzer Besitzer einer GS 1000. Wie sich später herrausstellen sollte, war die Maschine noch nicht mal die Hälfte Wert, von dem, was ich beim Kauf auf den Tisch gelegt hatte. Aus Fehlern soll man lernen, heißt es immer so schön. Bei diesem Bike habe ich sehr viel gelernt.

Nachdem ich die GS 1000 der riesigen Vollverkleidung entledigt hatte, traute ich meinen Augen kaum zu glauben. Was sich da auftat, übertraf fast alles.

Ein Knick im vorderen Rahmenbereich, der zuvor von der Verkleidung kaschiert worden war, ein komplett undichter Motorblock, bei dem das Öl aus allen erdenklichen Dichtungen herausdrückte. Sämtliche Leitungen und Schläuche waren Undicht oder Porös. Anbauteile waren abgerissen und teilweise mit Kabelbindern oder Panzerband wieder befestigt worden. Die Elektrik war ein einziges Desaster, so das ich mich nun auch nicht mehr über die nicht funktionierende Lichtanlage wundern musste.

Kurz und Gut: Entweder ein Fall zum Ausschlachten, oder man ist so blöd und denkt sich, selbst diesen Trümmerhaufen kann man noch retten.

Nach einigen Recherchen kannte ich die ungefähre Summe die ich aufbringen müsste, um aus diesem Wrack, ein einigermaßen ansehnliches und funktionierendes Motorrad zu zaubern.

Ich zog mich für ca. 4 Monate in die Garage zurück und begann etwas, von dem mir anfangs viele abgeraten hatten. Doch wie sage ich immer: " Wer Aufgibt hat Verloren." Mit viel Hilfe und Unterstützung aus meinem Motorrad-Club, aber auch von einigen guten Freunden ausserhalb des Clubs nahm das Projekt im Laufe der Zeit immer mehr Form an.

Ein ganz besonderer Dank gilt hier meiner Frau. Sie hat mich während der der Zeit immer wieder aufgebaut, wenn ich mal wieder die Schnauze voll hatte. Wenn ich die Karre am liebsten gegen die Wand geklatscht hätte und einfach keine Lust mehr hatte weiterzumachen. Von der finanziellen Seite mal ganz abgesehen.

Kurz vor Saisonende war es dann soweit. Neulackiert, natürlich Matt-Schwarz, was sonst ? stand Sie da. Komplett neu aufgebaut, wartete Sie nur noch darauf Kilometer zu fressen. Und ich war so stolz und glücklich.

Leider sollte die Phase des Glücks nicht von langer Dauer sein. Nur einige Wochen nach der kompletten Restaurierung des Bikes geschah das Unfassbare. Der Super GAU.

Auf dem Weg zur Maloche meinte ein LKW- Fahrer, das die Straßenverkehrsregeln für Ihn nicht gelten. Vieleicht dachte er aber auch er hat ja nun mal das größere Fahrzeug.....

So lag ich also da unter meiner Maschine eingeklemmt und wurde von einigen Tonnen LKW über den Asphalt geschoben. Ich kam mit einigen Prellungen und Schürfwunden noch ganz gut davon, aber mein Blick auf´s Bike verhieß nichts gutes. Totalschaden !!! Plattgemacht und Zerknittert steckte sie da halb stehend halb liegend im LKW. Sie war Tot !!!

Nachdem ich wieder soweit fit war und alles geregelt war, was den Unfall anging, hatte ich erst mal die Schnauze voll von Motorrädern. Ich wollte etwas machen, was nicht so gefährlich ist. Etwas bei dem man nicht jeden Tag mit einem Bein im Grab steht. Ich wollte Lesen, ungefährlich und dazu noch bildend soll sowas sein, habe ich mir sagen lassen. Komischerweise war die erste Zeitschrifft die mir in die Hände fiel ein Blatt namens
"Motorrad-Markt "

Da ging es mir wieder durch den Kopf.

Wer Aufgibt hat Verloren. Und wer verliert schon gerne ?


Technische Daten der Suzuki GS 1000 (1978)
Motor: 4 Zylinder Reihenmotor, Luftgekühlt, DOHC
Hubraum: 997 ccm (70 x 64,8 mm)
Leistung: 87 PS (64 kw) bei 8000 U/min
Fünfganggetriebe
Stahlrohrrahmen
Vorne Teleskopgabel, hinten zwei Stoßdämpfer
Vorne Zweischeibenbremse
Hinten Scheibenbremse
243 kg vollgetankt
217 km/h V-Max






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